Ein Carport aus Holz ist in Regensburg gefragt — und in vielen Fällen ohne Baugenehmigung möglich. Hier die wichtigsten Eckpunkte.
Genehmigung — was ist erlaubt?
In Bayern sind Carports bis 50 m² überdachte Fläche und bis 3 m Wandhöhe verfahrensfrei (Art. 57 Bayerische Bauordnung). Das heißt: keine Baugenehmigung nötig — aber Sie müssen trotzdem die Bauordnung, Abstandsflächen und die örtlichen Bebauungspläne einhalten.
Wichtig:
- Grenzabstand zum Nachbarn 3 m (in der Regel)
- Falls direkt an Grenzlinie: nur unter bestimmten Voraussetzungen, häufig mit Nachbar-Zustimmung
- In Welterbe-Schutzzonen (Altstadt) gilt besonders strenges Recht — hier sind Carports oft ausgeschlossen
Materialien
- Lärche (unbehandelt oder geölt): klassisch, witterungsbeständig, vergraut natürlich.
- Eiche: hochpreisig, sehr lange Lebensdauer.
- Douglasie: günstiger als Eiche, fast genauso wetterfest.
- Konstruktionsvollholz (KVH) Fichte, lasiert: Standardlösung, am günstigsten.
Größenordnungen in Regensburg
Aufsteigend nach Aufwand und Material:
- Einzel-Carport (3 × 5 m), KVH Fichte, lasiert — günstigste Klasse
- Einzel-Carport in Lärche, geölt — mittlere Klasse, deutlich höhere Lebensdauer
- Doppel-Carport (5 × 6 m), Lärche oder Douglasie — gehobene Klasse
- Carport mit Schuppen-Anbau (Werkzeug, Fahrräder): Aufschlag je nach Größe
Den konkreten Preis bekommen Sie nach kostenlosem Aufmaß als verbindliche Pauschale.
Was im Preis enthalten ist
- Tragwerk-Holz und Dachsparren
- Dacheindeckung (Trapezblech, Bitumen-Schindeln, EPDM-Folie)
- Fundament (Punktfundament oder Streifenfundament)
- Anlieferung und Montage
- Mehrwertsteuer
Bauzeit
Typisch 2–3 Wochen Werkstattvorlauf, Fundament durch Tiefbauer 1 Woche, Aufstellung und Endmontage 2–3 Tage.
Worauf achten
- Fundament: muss frostfrei sein (Frosttiefe in Regensburg 80 cm)
- Dachneigung: für Entwässerung mind. 3 Grad
- Dachüberstand: typisch 30–50 cm, schützt das Holz vor direkter Bewitterung
- Holzschutz: Konstruktiver Holzschutz wichtiger als Anstrich
Was wir machen, was wir mit Partnern lösen
Wir bauen die Holzkonstruktion. Tiefbauarbeiten (Fundament, Pflasterung) machen wir mit einem Tiefbau-Partner. Dachdeckung (Trapezblech, Schindeln) übernehmen wir selbst, weil das schreinerverwandte Arbeit ist.
Zur Person des Bauherrn
Holz-Carport ist klassisch ein „Lasse-es-machen"-Projekt: Sie tragen die Genehmigungs-Verantwortung, wir tragen die Bau-Verantwortung. Wir helfen mit Verweis aufs Bauamt, übernehmen aber keine Antragstellung.
Weiterführend
- Service-Seite Innenausbau (auch Außenholz-Arbeiten)
- {/* TODO: Daniel gegenlesen */} Hinweis: Stadt Regensburg Bauamt, Aufklärung über Welterbe-Bestimmungen

