Wenn Sie sich ein Möbel beim Schreiner machen lassen, ist das ein kleiner Bau-Vertrag mit eigener Logik. Hier die sieben Phasen.
Phase 1 — Anfrage und Erstgespräch
Sie schreiben oder rufen an mit einer groben Idee. Wir hören zu, stellen Fragen (was, wo, welches Budget, welche Inspirations-Bilder), schätzen einen Preisrahmen ab. Dauer: 20–30 Minuten. Keine Kosten.
Phase 2 — Aufmaß vor Ort
Wir kommen, prüfen Wände, Decke, Boden, Steckdosen. Dauer: 45–90 Minuten. Keine Kosten (im Servicegebiet).
Phase 3 — Skizze und Festangebot
Innerhalb von 7–14 Tagen bekommen Sie eine maßstäbliche Skizze (im Maßstab 1:20) und ein verbindliches Festangebot. Keine Kosten.
Phase 4 — Auftragserteilung und Anzahlung
Wenn Sie zustimmen, unterschreiben wir den Auftrag. Anzahlung 30 % bei Großaufträgen, ab dann reservieren wir Material und Werkstatt-Slot.
Phase 5 — Werkstattproduktion
Hauptarbeit. 4–8 Wochen, je nach Komplexität. In dieser Zeit halten wir Sie auf dem Laufenden — meistens per WhatsApp mit Foto-Updates.
Phase 6 — Montage
Wir liefern an und montieren bei Ihnen. Bei kleinen Möbeln 0,5–1 Tag, bei großen 2–3 Tage. Sie können dabei sein oder uns Schlüssel lassen.
Phase 7 — Endabnahme und Schlussrechnung
Wir gehen mit Ihnen das Möbel durch, prüfen jede Funktion. Falls etwas nicht passt, bessern wir nach. Schlussrechnung, typisch 14 Tage Zahlungsziel.
Wann Sie hellhörig werden sollten
- Schreiner verweigert Festangebot und will „nach Stunde rechnen" — das ist meistens das Vorzeichen eines aufschwellenden Auftrags.
- Vorab-Anzahlung deutlich über 30 % — bei Schreinerei nicht üblich.
- Keine Skizze, nur eine Wortbeschreibung — Sie wissen am Ende nicht, was Sie bestellt haben.
- Material wird nicht spezifiziert — „wir machen Massivholz" ist keine Auskunft. „Eiche, geölt, Naturqualität" schon.
- Kein Vor-Ort-Termin — manche bieten reine Online-Konfigurationen. Das funktioniert bei klaren Standardmaßen, aber nicht in Altbauten.
Was Sie für eine reibungslose Abwicklung tun können
- Klare Vorstellungen kommunizieren: 2-3 Inspirations-Bilder.
- Bei Aufmaß-Termin am Ort sein und mitdiskutieren.
- Sich Material-Muster zeigen lassen (Holzart, Lackfarbe, Beschlag-Beispiele).
- Zeitfenster für Montage frühzeitig blocken.
Was Sie nicht tun müssen
- Selbst Material besorgen (es sei denn, Sie haben Sonderwünsche)
- Sich um Anlieferung kümmern (machen wir)
- Auf Material warten (machen wir)
- Sich Sorgen um Mehrwertsteuer machen (alle Pauschalen brutto)

