Nachhaltige Möbel sind kein Marketing-Versprechen. Es ist eine konkrete Materialkette mit Herkunftsnachweis. Hier, was wir tun.
Woher unser Holz kommt
- Eiche: aus dem Bayerischen Wald und der Oberpfalz. Bezugsquelle: lokales Sägewerk in Wenzenbach, FSC-zertifiziert.
- Fichte und Tanne: aus dem Oberpfälzer Wald — Konstruktionsholz, KVH-Qualität.
- Buche: aus den Mischwäldern um Nittenau und Roding.
- Esche: regional verfügbar, vor allem aus Wäldern westlich von Regensburg.
- Nussbaum: aus Süddeutschland, weniger streng regional — Nussholz wächst weniger schnell.
Was „regional" konkret bedeutet
Unsere Eichenbohlen kommen typisch aus einem Umkreis von 70–100 km. Das hat folgende Vorteile:
- Kurzer Transport — geringer CO₂-Fußabdruck
- Direktbezug vom Sägewerk — kein Großhandel-Aufschlag
- Wir können das Holz vor der Bestellung anschauen — kein Online-Glücksspiel
- Lokale Forstwirtschaft wird unterstützt
Was wir nicht verarbeiten
- Tropenhölzer (Teak, Mahagoni, Bangkirai): aus Nachhaltigkeits- und Beschaffungsgründen.
- Eukalyptus aus Übersee: zu lange Transportwege.
- Behandeltes Bahnschwellen-Holz: gesundheitsschädlich, gehört nicht in Wohnräume.
Was wir nutzen, das nicht „regional" ist
- Beschläge: Blum kommt aus Vorarlberg, Hettich aus Westfalen. Hochwertige Beschläge sind regional begrenzt verfügbar.
- Bambusparkett: für Bäder. Bambus kommt aus China, aber die Vorteile (Wasserresistenz, Wuchsgeschwindigkeit) sind erheblich.
- Lacke und Öle: oft aus Süddeutschland (Auro, Osmo).
Lösemittelfreie Oberflächenbehandlung
Wir verwenden:
- Naturöle (Leinöl, Walnussöl)
- Hartwachsöle lösemittelfrei (Osmo, Auro)
- Wachs (Bienen-/Carnaubawachs)
- Wasserbasierter Lack wenn lackiert sein muss (Praxen, Läden)
Was wir vermeiden:
- Klassische Nitro-Lacke (Lösemittel-haltig)
- Polyurethan-Lacke (schwer recyclebar)
Reparieren statt Wegwerfen
Unsere konkrete Haltung: Wir reparieren bevor wir ersetzen. Beispiele:
- Tür klemmt → wir stellen Beschlag ein, wir tauschen kein Türblatt.
- Schublade hängt → wir nutzen die alte Schiene, wir öl die Führung, wir bauen keine neue Schublade.
- Sitzpolster eingerissen → wir nähen, wir tauschen nicht das ganze Möbel.
Das ist nicht nur nachhaltig, es ist auch oft günstiger für Sie. Wir verlieren dabei Umsatz, gewinnen aber Vertrauen. Das ist die Rechnung, die wir bevorzugen.
CO₂-Bilanz im Vergleich
Ein Massivholz-Möbel aus regionalem Holz speichert mehr CO₂ als seine Produktion verursacht. Konkret: Ein 80 kg schwerer Eichenschrank speichert ungefähr 60 kg CO₂ in seinem Material. Die Produktion verursacht je nach Werkstatt-Effizienz 20–35 kg CO₂. Netto-Speicher: 25–40 kg CO₂.
Ein vergleichbares Möbel aus Pressspan mit Folienkante (Möbelhaus-Standard) hat eine negative Bilanz von circa 35–50 kg CO₂ — wegen Verklebung, Transport aus Polen oder Asien, Beschichtung.
Reparierbarkeit als Nachhaltigkeit
Unsere Möbel sind reparierbar. Das ist das wichtigste Nachhaltigkeitsmerkmal: Was Sie nicht wegwerfen müssen, weil eine Schublade hakt, ist nachhaltig. Ein IKEA-Möbel mit zerbrochener Pressspan-Rückwand ist Sondermüll.
Häufige Fragen
Können Sie nachweisen, dass Ihr Holz wirklich regional ist? Ja — wir können Ihnen auf Wunsch die Bezugsquelle benennen und Sägewerk-Belege zeigen.
Was bedeutet FSC oder PEFC? Beides Zertifikate für nachhaltige Forstwirtschaft. FSC ist international anerkannt, PEFC ist in Deutschland verbreitet. Beide sind gut.

